Soll ich meine selbst gemachte Kosmetik konservieren?
Gekaufte Kosmetikprodukte enthalten immer Konservierungsstoffe, da sie den Hygienebestimmungen zufolge nach der Herstellung noch mindestens zwei Jahre lang haltbar sein müssen. Gerade die Konservierungsstoffe sind es aber, die, nicht nur in kosmetischen Produkten, immer wieder dadurch auffallen, dass sie allergische Reaktionen hervorrufen. Der besondere Vorteil der selbst hergestellten Kosmetik besteht darin, dass auf Konservierungsstoffe im Prinzip vollständig verzichtet werden kann.
Haltbarkeit der selbst gemachten Kosmetik
Ohne den Zusatz von konservierenden Inhaltsstoffen sind Cremes, aber auch Seifen, nur begrenzt haltbar. Insbesondere die Kombination aus Pflanzenölen, anderen Fetten und Wasser macht eine Creme leicht verderblich. Selbst angerührte Cremes haben eine Haltbarkeit von ungefähr einer Woche, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei Zimmertemperatur reduziert sich die Haltbarkeit auf wenige Tage. Seifen und Haarshampoos können bedenkenlos ohne Konservierung bis zu zwei Monate lang verwendet werden. Wer vollständig auf die Konservierung verzichten will, sollte also immer nur sehr kleine Mengen anrühren.
Natürliche Konservierungsmittel
Um die Haltbarkeit der Cremes auf bis zu drei Monaten zu verlängern, kann ihnen ein Konservierungsstoff beigefügt werden. Dazu eignet sich zum einen Paraben K, ein Mittel, das nur in seltenen Fällen allergische Reaktionen hervorruft und auch in der Lebensmittelindustrie angewendet wird. Biokons Plus ist ein parabenfreies Konservierungsmittel, das ebenfalls sehr günstige Eigenschaften hat. Es stellt eine Alternative zum Paraben dar, wenn dieses zu Allergien führt.
Vor der Verwendung der Konservierungsmittel sollte jedoch immer erst getestet werden, ob sie wirklich keine allergische Hautreaktion hervorrufen. Dazu reibt man einen Tropfen auf den Oberarm und lässt ihn dort längere Zeit einwirken. Zeigt sich auch nach Stunden keine Hautreaktion, so ist eine Allergie nicht zu befürchten.
Ohne jegliche allergische Reaktion können alle kosmetischen Produkte mit Alkohol konserviert werden. Dazu wird in die fertige und abgekühlte Creme an Anteil von fünf bis zehn Prozent reinen Alkohols, der in der Apotheke erhältlich ist, eingerührt. Alkohol hat jedoch die unangenehme Eigenschaft, dass er die Haut austrocknet. Er sollte daher nicht in Cremes für trockene Haut oder in Sonnenschutzprodukten verwendet werden.