Es geht auch schneller – geschüttelt, nicht gerührt
Das Rühren von Cremes ist ein traditionelles Herstellungsverfahren. Nur durch ständiges Rühren bis zum Erkalten lässt sich aus der bei 70 Grad Celsius erfolgen Verbindung von Wasser und Pflanzenöl eine stabile Creme erzeugen. Diese Grundvoraussetzung ist vor allem deshalb so wichtig, damit die zur Cremeherstellung verwendeten Emulgatoren ihre Arbeit gut meistern können.
Geschüttelte Cremes
Wesentlich einfacher und schneller funktioniert die Cremeherstellung, wenn die Fettphase bereits vorbereitet ist. Sie hält sich, solange sie nicht mit Wasser vermischt ist, im Kühlschrank bis zu einem Jahr. Es bietet sich also an, einen größeren Vorrat anzulegen und in einem Schraubglas im Kühlschrank aufzubewahren.
Für die die Herstellung einer neuen Creme entnimmt man dem Vorrat die benötigte Menge der Fettphase, gibt sie in ein Schraubglas und überschüttet sie mit der doppelten Menge kochendheißen Wassers. Zunächst muss die Menge so lange im verschlossenen Glas stehen bleiben, bis sich die Fettphase aufgelöst hat. Nun wird das Schraubglas kräftig geschüttelt, bis sich eine sichtbare Emulsion im Glas gebildet hat. Die Creme muss nun bis auf 30 Grad Celsius abkühlen, bevor die weiteren Wirkstoffe eingerührt werden können.
Haltbarkeit
Genauso, wie die gerührte Creme, hält sich die geschüttelte im Kühlschrank ungefähr eine Woche lang. Für die Herstellung eigener Cremes werden auch verschiedene Konservierungsstoffe angeboten, mit denen die Haltbarkeit deutlich verlängert werden kann. Wer jedoch auf diese Stoffe allergisch reagiert, sollte auf sie verzichten.
Um eine Creme dennoch zu konservieren, kann nach dem Abkühlen ein wenig Alkohol untergerührt werden. Er sorgt für eine lange Haltbarkeit, hat jedoch den Nachteil, dass er die Haut austrocknen kann. Daher sollte mit dieser Konservierung vor allem dann vorsichtig umgegangen werden, wenn die Creme für eine trockene Haut hergestellt wird.