Eigene Kosmetikprodukte herstellen: Kann das wirklich jeder?

Die Antwort auf diese Frage könnte extrem kurz ausfallen: Ja. Es ist überhaupt nicht schwierig, eine Seife oder ein Shampoo herzustellen, auch ein Deo-Roller bereitet keine Probleme. Dazu ist kein chemisches Labor erforderlich und auch keine Hexenküche. Man kann Kosmetikartikel genauso in der Küche herstellen, wie man dort Speisen zubereitet. Das Prinzip ist auch gar nicht wirklich anders. Es werden verschiedene Zutaten ineinander gerührt, manchmal muss auch etwas erwärmt werden und andere Dinge werden einfach geschüttelt, wie ein Cocktail.

Kosmetikküche, gut organisiert

Oft sind es sogar Lebensmittel, die in kurzer Zeit und ohne großen Aufwand verrührt werden, um sie direkt als Gesichtsmaske, Haarpackung oder Badezusatz zu verwenden. Wer sich mit diesem wunderschönen und obendrein sinnvollen Hobby auf Dauer anfreundet, für den ist es ratsam, zumindest ein Schrankfach in der Küche für die verschiedenen Zutaten, die sich mit der Zeit ansammeln, und die wenigen Gerätschaften, die zur Kosmetikherstellung benötigt werden, frei zu halten. So hat man immer alles griffbereit und muss nicht erst mühselig Töpfchen, Zutaten, Thermometer und all die Dinge, die benötigt werden, zusammen suchen.

Ausstattung

Um Kosmetikprodukte selbst herstellen zu können, benötigt man eine kleine Mindestausstattung, die man beim Einstieg in das Hobby anschaffen sollte. Dazu gehören verschiedene Kunststoff- oder Glasflaschen, auch handelsübliche Pumpflaschen sind recht sinnvoll. Diese Gefäße benötigt man, um die Kosmetikprodukte darin aufzubewahren. Dafür eigenen sich durchaus Cremetiegel, in denen Fertigprodukte gekauft wurden. Auch Schampoo-Flaschen oder Pumpflaschen, in denen sich einmal flüssige Seife befand, können ausgespült und wieder verwendet werden. Dasselbe gilt für Deoroller aus Glas oder Kunststoff.

Ein kleiner, batteriebetriebener Quirl, wie er auch zum Aufschäumen von Milch verwendet wird, ist preisgünstig im Haushaltswarenhandel erhältlich. Er erleichtert das Rühren von Cremes erheblich. Einige Glasgefäße zum Anrühren sind ebenfalls hilfreich. Das kann ein herkömmlicher Messbecher sein, aber auch ein spezieller, skalierter und feuerfester Glasbecher, wie sie in den Fachgeschäften angeboten werden, die auch die Kosmetikzutaten verkaufen. Dort sind auch kleine Messlöffel erhältlich, ohne die man bei der Kosmetikherstellung nicht auskommt, weil einige Zutaten in sehr kleinen Mengen verwendet werden. Ein Flüssigkeitsthermometer zur Ermittlung der Cremetemperatur ist ebenfalls ein grundlegender Bestandteil der Cremeküche. Ausgespülte Marmeladengläser dienen zur Aufbewahrung der Zutaten, aber auch größerer, auf Vorrat hergestellter Mengen. Ein Schüttelbecher aus Kunststoff ist für die Cremeherstellung unersetzlich.